DIE LINKE. Ortsverband Dietzenbach gegründet

Eine erfolgreiche Gründungsveranstaltung des Ortsverbands Dietzenbach fand am 3.Oktober 2010 zum Tag der Deutschen Einheit in den Räumlichkeiten der Partei DIE LINKE. in der Darmstädter Straße statt.

Zunächst begrüßte der Kreisvorsitzende Friedrich Elgert die Anwesenden und betonte die Notwendigkeit einer stabilen und geschlossenen Linken, um die demnächst anfallenden politischen Herausforderungen der Zukunft für den Kreisverband zu meistern. 

Im Anschluss daran erzählte die Dietzenbacher Landtagsabgeordnete Barbara Cárdenas über den mühevollen Weg, den die Gründung des Ortsverbands mit sich trug und begrüßte, dass der Ortsverband heute zwar kleiner aber dafür mit den Leuten arbeite, die die politische Wichtigkeit und Tragweite eines harmonisch funktionierenden Linken Dietzenbacher Ortsverbands nicht unterschätzen. 

Im weiteren Verlauf des Abends referierte Richard Weilmünster über die Anfänge der Linken in Dietzenbach seit dem 1.Weltkrieg. KPD Verbot und das Verbot aller Nachfolgeorganisationen haben die politische Landschaft in Deutschland nach dem Krieg nachhaltig geprägt.Er machte deutlich, dass Entscheidungen, die bereits in den 60 er Jahren von der bürgerlichen Mehrheit für Dietzenbach getroffen worden sind bis heute ein nachhaltiges Strukturproblem aufrechterhalten. So wurde im Zuge der S-Bahn Planung eine Wohnraumverdichtung notwendig, da eine S-Bahn für viele Menschen ein Grund wäre innerhalb kürzester Zeit nach Dietzenbach zu ziehen. Diese führte dazu, dass das heutige Spessart-viertel, ohne an die strukturelle wohnbauliche Problematik zu denken, gebaut wurde. Auch ist die Veräußerung kommunalisierter Grundstücke an Privateigentümer der Grund für steigende Mietpreise in Dietzenbach.

Später am Abend referierte Ulrich Wilken über aktuellen politische Ereignisse und Fakten, die eine CDU/FDP Mehrheit schaffen und dabei grundlegende demokratische Prinzipien über Bord werfen.  So ist die Verankerung einer Schuldenbremse im Grundgesetz ein Eingriff in den Föderalismus der Länder, da sie die Finanzhoheit der Länder verwirft. Die Ungleichverteilung der steuerlichen Belastung und die Schuldenbremse führen zu Sozialabbau und einer Verschärfung der sozialen Schieflage. Um die Menschen darauf einzustimmen versucht man ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen, indem man ihnen die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen aufbürdet. Dabei vergisst man, dass nicht aufgenommene Schulden eine marode Infrastruktur und schlechte Bildung für die jetzige Generation bedeuten.  Ulrich Wilken rief dazu auf das Recht der Definition wieder zu erlangen: „ Die Menschen in diesem Land müssen definieren wie sie sich ihre Stadt vorstellen, welche Infrastruktur sie möchten und ob dafür Schulden notwendig sind oder nicht.“ 

Abschließend fand die Wahlversammlung des Ortsverbands Dietzenbach statt. Heiko Stenzel und Friedrich Elgert bildeten Wahlkommission. Für den Vorstand des Ortsverbands Dietzenbach wurden gewählt: 

Nikola Pengacevic und Samina Khan als Vorsitzende. René Schüttke und Heidrun Adler als Beisitzer.

Der Vorstand des Ortsverbands freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. Der Vorstand kündigte an, dass sie sich nun für einen gelungenen Antritt zur Kommunalwahl vorbereiten werden. 

Die Bürgermeisterin der Partnerstadt Dietzenbachs Neuhaus am Rennweg Marianne Reichelt wurde telefonisch zugeschaltet und gratulierte herzlichst zur Wahl.