Statt Inklusion - Kein Platz für Behinderte in den Regelschulen

CDU und FDP verhindern Behinderte an Regelschulen

Nach einer veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung gibt es in Hessen nur wenig Plätze für behinderte Schüler an Regelschulen. Die meisten anderen Bundesländer sind schon viel weiter. Dabei gibt es in Hessen mit 4,8 Prozent den bundesweit drittniedrigsten Anteil von Kindern mit Förderbedarf. 

Anders sieht es in den kommunalen Kitas aus, hier liegt Hessen über dem bundesweiten Durchschnitt (61,5 Prozent), Denn in den Kitas spielen noch 86,9 Prozent der behinderten Kinder mit ihren Altersgenossen. Der drastische Einbruch folgt mit der Grundschule. Dort besucht nur noch jedes fünfte Kind mit Förderbedarf eine reguläre Grundschule. Im Bundesdurchschnitt ist es mehr als jedes Dritte. Weiter geht es in der Sekundarstufe I. Hier sind in Hessen nur noch 8,6 Prozent der Kinder mit Förderbedarf in den regulären Schulen. Dies entspricht sechs Prozentpunkte weniger als der Bundesdurchschnitt. Die meisten behinderten Kinder lernen an separaten Förderschulen.

Obwohl sich auch Hessen verpflicht hat, den inklusiven Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung auszubauen, versucht die Landesregierung weiterhin die frühzeitige Trennung durchzuführen. Für viele hessische Kinder mit Behinderungen endet der gemeinsame Weg mit den Altersgenossen mangels geeigneter Schulplätze nach der Kita. Dabei steht seit langem fest, dass nicht nur die schwächeren vom gemeinsamen Unterricht profitieren, sondern dass gute Schüler ihre sozialen Kompetenzen stärkeni und dabei in ihren Leistungen nicht abfallen.