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GLEICHE CHANCEN - Für ALLE Kinder und Jugendlichen, auch die aus eingewanderten Familien!

DIE LINKE. kämpft gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus, für Gleichberechtigung und Chancengleichheit aller in Deutschland lebenden Menschen. 

Wir wissen: Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungen aus eingewanderten Familien haben in unserem Bildungssystem oft schlechtere Chancen.

  • Sie werden seltener für das Gymnasium empfohlen.
  • Sie nehmen seltener ein Studium auf
  • Sie besuchen häufiger eine Förderschule für Lernhilfe
  • Sie bekommen häufiger keinen Schulabschluss
  • Sie bekommen häufiger keinen Ausbildungsplatz
  • Sie brechen häufiger die Ausbildung ab 

DIE LINKE. sieht dies als Ungerechtigkeit und will das Bildungssystem ändern. 

DIE LINKE. will Gemeinschaftsschulen

Wir sind dagegen, dass Kinder nach der 4. Klasse in Hauptschule, Realschule und Gymnasium aufgeteilt werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Kinder, die z. B. auf die Hauptschule geschickt werden, zu besseren Leistungen fähig gewesen wären. Deshalb wollen wir, dass alle Kinder mind. bis zur 10. Klasse in Gemeinschaftsschulen zusammen bleiben, alle gemeinsam lernen und individuell nach ihren Fähigkeiten gefördert werden. So können mehr Kinder aus eingewanderten Familien höhere Abschlüsse machen, gute Berufe erlernen und auch studieren.  

DIE LINKE. will Ganztagsschulen

Viele Eltern mit Migrationshintergrund können ihren Kindern nicht ausreichend bei den Hausaufgaben helfen – dadurch werden ihre Kinder im jetzigen Schulsystem sehr benachteiligt.

In Ganztagsschulen wird der Unterricht über den ganzen Tag verteilt. Dort ist aber auch Zeit zum Ausruhen, es wird viel gespielt und Musik oder Sport gemacht. Ihre Hausaufgaben machen die Kinder und Jugendlichen in der Schule: Immer, wenn ein Kind etwas nicht verstanden hat, bekommt es individuelle Hilfe von ausgebildeten Pädagogen. Das ist ein großer Vorteil gerade auch für Kinder mit Migrationshintergrund. Kein Kind darf sitzen bleiben oder in Förderschulen geschickt werden. Jeder Junge, jedes Mädchen muss einen Schulabschluss bekommen. 

DIE LINKE. will Deutsch als Zweitsprache so lange wie nötig 

Die deutsche Sprache ist sehr wichtig. Deshalb brauchen Kinder mit anderer Muttersprache Unterstützung: So früh und spielerisch wie möglich, und so umfangreich und lange wie nötig. Das bedeutet, dass Deutsch als Zweitsprache vom Kindergarten bis zur 7. Klasse unterrichtet werden sollte, damit jedes Kind so gut deutsch lernt, dass es alles in der Schule versteht. 

DIE LINKE. will wieder Unterricht in den Muttersprachen

Die Muttersprachen sind wichtig für die Entwicklung der eigenen Identität und die Entwicklung der zweiten Sprache Deutsch. Sie sollen daher wieder in den hessischen Schulen unterrichtet werden. Wir werden uns auch dafür einsetzen, dass z. B. Türkisch, Russisch und Arabisch als zweite oder dritte Fremdsprache anerkannt werden. So wird die Mehrsprachigkeit wieder zu einem Vorteil in der Schule. Dadurch werden Eltern auch darin bestätigt, dass es gut ist, wenn sie in ihrer eigenen Sprache vorlesen, Spiele machen oder gemeinsam singen. 

DIE LINKE. will mehr SozialarbeiterInnen und PsychologInnen an den Schulen

An jeder Schule gibt es auch Konflikte. Da können Schulsozialarbeiter helfen. Außerdem kann es wichtig sein, dass bei Schulschwierigkeiten oder Schulunlust einzelner Schülerinnen und Schüler eine Psychologin oder ein Psychologe genauer nach den Gründen schaut und Vorschläge macht, wie Lehrerschaft und Eltern dem Kind besser helfen können. 

DIE LINKE. will alle Förderschulen, zuerst die für Lernhilfe, überflüssig machen

Viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund gehen in Förderschulen für Lernhilfe, weil sie in den anderen Schulen nicht ausreichend gefördert wurden und ihre Stärken dort nicht anerkannt wurden. DIE LINKE. will keine Kinder aussondern. Sie will, dass sie an ihrer Schule bleiben können und dort im Gemeinsamen Unterricht Unterstützung bekommen. DIE LINKE. will „Eine Schule für Alle“. Das bedeutet, dass Gemeinschaftsschulen entstehen müssen, in die auch Kinder und Jugendliche gehören, die beim Lernen Hilfe brauchen, sich in schwierigen Lebenslagen befinden oder eine Behinderung haben und dadurch beeinträchtigt sind. 

DIE LINKE. will die Gleichstellung der verschiedenen Religionen in der Schule

Wir sehen Religion als Privatsache an, religiöse Erziehung gehört v. a. in die Familie und in die Gemeinden. Solange unsere Schulen aber Kindern evangelischer und katholischer Religionszugehörigkeit entsprechenden Unterricht anbieten, müssen muslimische Kinder mit ihnen gleichgestellt werden.  

DIE LINKE. will Unterstützung bei der Berufsfindung

Jugendliche und junge Erwachsene, Mädchen und Jungen, brauchen oft gezielte Hilfe bei der Berufsfindung. Manche brauchen Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder auch Unterstützung in der Berufsschule. Es hat keinen Sinn, sie jahrelang warten zu lassen, ohne dass sie eine Ausbildung machen und Geld verdienen können – um sie dann doch nur in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. 

DIE LINKE will den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund eine bessere Zukunft geben. Unterstützen Sie DIE LINKE. dabei.