Zur Einladung Thilo Sarrazins ins Hessische Integrationsministerium anlässlich der Veranstaltung ,Freiheit, die ich meine. Wiesbadener Diskurse’ zum Thema ‚Chancen und Grenzen der Integration’ erklärt Barbara Cárdenas, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Einladung Thilo Sarrazins wirft ein bezeichnendes Licht auf das Integrationsverständnis von Minister Jörg-Uwe Hahn (FDP). Sarrazins abfällige Äußerungen gegenüber Migrantinnen und Migranten fördern rassistische Vorurteile. Was ausgerechnet Herr Sarrazin auszeichnen soll, zu Chancen und Grenzen der Integration Hilfreiches beizutragen, bleibt Minister Hahns Geheimnis.
Statt sich deutlich von Sarrazins rassistischen Stereotypen zu distanzieren, lädt er ihn auch noch ins Ministerium ein. Ein skandalöser und die hessische Integrationspolitik schwer beschädigender Vorgang!“
Bemerkenswert sei, wie die Süddeutscher Zeitung in ihrer Montagsausgabe (1. März) Thilo Sarrazin zitiere: ‚Was so ein Afterwissenschafler schreibt, kann niemals an mir kleben’ (O-Ton Sarrazin). Gemeint sei damit der Potsdamer Politikwissenschaftler Gideon Botsch vom Moses-Mendelssohn-Zentrum (MMZ), der in einem Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass Sarrazins Äußerungen ‚eindeutig rassistisch’ sind. Auf ähnlichem Niveau bewege sich Sarrazins Rat an Hartz-IV-Bezieher, kalt zu duschen um Geld zu sparen.
Cárdenas: „DIE LINKE fordert Minister Hahn auf, Herrn Sarrazin auszuladen und die Veranstaltung zu nutzen, um darüber zu diskutieren, wie gleiche Bildungschancen für Migranten erreicht werden können.“