Linke kritisieren IGS-Ablehnung durch das Kultusministerium aufs Schärfste
Dass die Umwandlung der Tümpelgartenschule in eine Integrierte Gesamtschule durch das hessische Kultusministerium abgelehnt wurde, stößt auf scharfe Kritik bei der Landtagsabgeordnete der Linken, Barbara Cárdenas, und dem Hanauer Fraktionsvorsitzenden der Linken, Jochen Dohn.
Für die beiden Linken-Politiker ist es nicht hinnehmbar, dass das Kultusministerium die Wünsche und Beschlüsse von Schulleitung, Lehrkräften, Eltern, Schülern sowie der Hanauer Stadtverordnetenversammlung ignoriert. Denn unisono hatten sich diese für die Umwandlung der Schule in eine Integrierte Gesamtschule für das Schuljahr 2010/2011 ausgesprochen. „Die Bildungspolitik von schwarz-gelb in Wiesbaden ist rückwärtsgewandt, sie zementiert die frühe Auslese und die strenge Trennung der Schulformen. Eine individuelle Förderung und längeres gemeinsames Lernen ist politisch nicht gewollt. Erst Recht nicht Integrierte Gesamtschulen“, kritisiert Cárdenas.
Dohn appelliert, den Druck nicht nachzulassen. „Es muss weiter für eine zusätzliche Integrierte Gesamtschule gestritten werden. Wir sollten den Start der IGS für 2010/2011 nicht so einfach aufgeben und auf die Realisierung in 2011/2012 hoffen. Es ist nämlich zu befürchten, dass das Kultusministerium auch dann keine Genehmigung erteilen wird, denn eine Integrierte Gesamtschule wird auch weiterhin aus politischen Gründen abgelehnt“.