Zum Verhalten von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) während der Veranstaltung ‚Schule neu denken! Hessen auf dem Weg zur eigenverantwortlichen Schule' in der Evangelischen Akademie Hofgeismar am Wochenende erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:„Frau Henzler beginnt wie Frau Wolff endete: unflexibel, pampig, kritikresistent. Auf einer Veranstaltung mit über 100 Anwesenden hat sie am Wochenende die Vorstellung eines Berichts zur eigenverantwortlichen Schule schlicht abgesagt. Der Bericht entspreche in der Darstellung des SVplus-Prozesses nicht ihren Vorstellungen und müsse daher ‚insgesamt überarbeitet' werden. Der SVplus-Prozess sei gut, das HKM arbeite ‚mit Hochdruck' daran, diesen Schulen noch 2009 die Rechtsfähigkeit zu geben. Hier zeige sich, so Cárdenas, was unter liberaler Bildungspolitik zu verstehen und von Frau Henzler in den nächsten Jahren wohl zu erwarten sei.Cárdenas: „Ergeben Evaluationen nicht, was sie politisch ergeben sollen, werden sie schlicht zurückgehalten und unterdrückt. Tatsächlich attestierte der Bericht das genaue Gegenteil des von Frau Henzler Behaupteten.
Ein nicht geringer Verdienst des Berichts bestehe überdies darin, die kurze Geschichte des Begriffs und Konzepts einer Eigenverantwortlichen oder Selbstständigen Schule als Geschichte des Verfalls und der Korrumpierung kenntlich zu machen und überdies festzustellen: „Trotz aller positiven Ansätze ist kein allseits übertragbares, die sechs Handlungsfelder überspannendes Raster erkennbar, das man auf alle beruflichen oder gar allgemeinbildenden Schulen ausrollen könnte (S. 29) was verklausuliert nichts weniger sagt, als dass der SVplus-Prozess nach drei Jahren in wesentlichen Bereichen gescheitert ist.