17. August 2011

Anerkennung ausländischer Abschlüsse endlich erleichtern und transparent machen!

Zum Antrag der Fraktion DIE LINKE betreffend der Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen, Bildungs- und Berufsabschlüssen im heute tagenden Ausschuss für Wissenschaft und Kunst und der geplanten Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse durch die Bundesregierung erklärt Barbara Cárdenas, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Bei 25.000 Migrantinnen und Migranten mit akademischen Abschlüssen in Hartz-IV-Bezug besteht auch in Hessen dringend Handlungsbedarf. Hindernisse für die Antragsteller und Antragstellerinnen, wie fehlende Hinweise auf Beratungseinrichtungen in der Nähe des Wohnortes und abschreckende Gebühren im dreistelligen Bereich seitens Handwerkskammern etc., müssen vermieden werden.“

DIE LINKE fordere, dass Hessen schnellstmöglich sachgerechte Kriterien für die Anerkennung der Abschlüsse, beispielsweise von Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, entwickle und zügig umsetze. Im Bund müsse sich Hessen für die Beschleunigung des Verfahrens stark machen.

„DIE LINKE fordert, dass die Bundesregierung die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse beschleunigt und zu einem Rechtsanspruch macht. Bisher ist im Gesetzesentwurf lediglich von einem Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren die Rede. Dabei müssen endlich ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um ein ‘qualitativ hochwertiges’ Verfahren zu gewährleisten. Diejenigen, die aufgrund der bisherigen Regelungen längere Zeit nicht mehr in ihren Berufen arbeiten konnten, benötigen außerdem Nachqualifizierungen.“