Zu den Ergebnisse der OECD-Studie 2011 erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Faktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Ausgaben, gemessen am Brutto-Inlands-Produkt, sind in Deutschland rückläufig. So wundert es nicht, dass auch die Anzahl der Hochqualifizierten nicht steigt. Vor 50 Jahren hatte jeder fünfte junge Erwachsene einen Hochschul-, Fachhochschulabschluss oder seinen Meister gemacht, heute ist es auch nur jeder vierte. “
Dabei stünden Schulabschlüsse immer auch im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit. Die guten Nachrichten seien: In Deutschland würden über 85% der Fachhochschul- und Hochschulabsolventen einer Beschäftigung nachgehen. Hier befände sich Deutschland zumindest auf dem zehnten Platz innerhalb der OECD-Länder. Auch die Einkünfte nach einer abgeschlossenen Hochschulausbildung seien laut der Studie in Deutschland besonders hoch.
„Der Anteil der Hochschulabsolventen liegt jedoch mit 29 % deutlich unter dem Durchschnitt,“ betont Cárdenas. „Fakt ist: Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolgen bleibt in Deutschland nach wie vor immens hoch. Hier muss angesetzt werden! Und das geht nur, wenn bei der Finanzierung der Schulbildung, v.a. in der Grundschulbildung, umgesteuert und viel mehr investiert wird. Sonst ist schon der Start in eine gute Bildung mit kaum zu überwindendenden Hindernissen versehen.“