Anlässlich der Veranstaltung der Hochschule für Gestaltung (HfG) mit dem Thema : „Kick Nazis in(s) Of(f)“, erklärt Barbara Cárdenas migrations-und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Zunahme rechtsradikaler Symbole und rechtsradikaler Gewalt im Alltag von Jugendlichen im Kreis Offenbach ist besorgniserregend. Jugendliche, die in den Sumpf der braunen Ideologie geraten, haben aus unserer Geschichte nichts gelernt. Zu oft werden diese Jugendlichen alleine gelassen, statt mit ihnen ins Gespräch darüber zu kommen, vor welchen Karren sie sich da spannen lassen. Auch die oft realitätsferne, historisierende und insgesamt zu knappe Behandlung des Nationalsozialismus in den Schulen muss als eine weitere Ursache benannt werden“, so Cárdenas.
Rechtsradikale Symbole sind im Alltag nicht ohne Weiteres erkennbar. Nicht immer sind diese Jugendlichen an ihrem Kurzhaarschnitt, Springerstiefel und Bomberjacke sofort zu erkennen. Das verstärkte Auftreten versteckter Symbole in der rechtsradikalen Szene wie z. B. Thors-Hammer, Zahnrad und Keltenkreuz sowie die Zahlen 88 und 18, die für die Anfangsbuchstaben H H und A H, die Marke conNSDAPle zeigen eine zunehmende Akzeptanz rechtsradikalen Gedankenguts in Teilen der jugendlichen Bevölkerung im Kreis.
Auffällig ist, dass die Deutung dieser Symbole im Zusammenhang mit einer völkischen Verbundenheit und Überlegenheit der weißen Rasse stehen. Sie sind zugleich ein Indiz für die zunehmende Gewaltbereitschaft in der rechtsradikalen Szene. Unter anderem kommt es zu Auseinadersetzungen am Mainufer zwischen rechtsradikalen Gruppierungen und Jugendlichen der Antifa.
Deshalb ist es für Cárdenas dringend notwendig, dass die präventive, gewaltfreie und antifaschistische Jugendarbeit im Kreis Offenbach gestärkt wird. Eine Vernetzung antifaschistischer Bündnisse in Kooperation mit städtischen Jugend- und Sozialämtern sowie Schulen muss dafür sorgen, dass ein Aufbau weiterer und Verfestigung bestehender rechtsradikaler Strukturen verhindert wird.