3. März 2010

Vielfalt heißt für CDU und FDP im Bereich der Bildung: Alles bleibt, wie es ist

Anlässlich der Debatte zur Vorstellung des Konzeptes ‚Mittelstufenschule’ durch die Regierungsfraktionen CDU und FDP erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE setzt sich für die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, für gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse und damit für echte Chancengleichheit im Bildungswesen ein. Zum Konzept der Landesregierung bleibt nur zu sagen: Stagnation wird als neuer Ansatz verkauft. Tatsächlich handeln CDU und FDP in der Bildungspolitik nach der Devise ‚Alles bleibt, wie es ist: gegliedert’“.

In der Landtagsdebatte habe die CDU- und die FDP-Fraktion nur die alte, falsche Losung ausgegeben ‚Unser Schulsystem ist gut, weil es vielfältig ist’. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betonten: Schulvielfalt ist gut, weil wir prinzipiell immer den Elternwillen hochhalten und der ist vielfältig. Die SPD wolle wenigstens längeres gemeinsames Lernen, gerade weil es vielfältige Begabungen gebe.

Cárdenas: „Die Verwendung des Begabungsbegriffs in aktuellen bildungspolitischen Zusammenhängen dient nur dem politischen Ziel, knappe finanzielle Mittel vermeintlich berechtigten (weil besonders begabten) Gruppen vorzubehalten. DIE LINKE hält dagegen an ihrer Forderung nach einer Gemeinschaftsschule, in der alle gemeinsam bis mindestes zur 10. Klasse lernen, fest. Ein Gymnasium mit Turbo-Abitur ist danach überflüssig.“