15. September 2009

‚Sich-selbst-überlassene-Schulen’ müssen verfehlte Schulpolitik von CDU und FDP ausbaden

Zur heutigen Regierungserklärung der Hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: 

„An den Schulen reicht es auch im neuen Schuljahr hinten und vorne nicht. Die neue Kultusministerin will und kann an der strukturellen Unterfinanzierung des Bildungsbereichs nichts ändern. Selbständige Schulen werden unter diesen Bedingungen nur zu sich selbst überlassenen Schulen.“ 

Für eine gute Pädagogik, die individuelle Förderung und Beurteilung von Schülerinnen und Schüler ermögliche, fehlten die notwendigen Rahmenbedingungen, so Cárdenas weiter. Ohnehin sei eine echte Selbständigkeit gar nicht vorgesehen, wie sich am Beispiel der Kerschensteinerschule in Frankfurt zeige.

In einer demokratisch verfassten Schule müsse die gesamte Schulgemeinde die Entscheidungen gemeinsam fällen. Sie würde mit benachbarten Schulen zusammenarbeiten und sei in eine regionale Planung eingebunden, welche die Nachteile einzelner Schulen ausgleiche. Die Schulaufsicht müsse diese Schulen mehr unterstützen, anstatt sie vor allem zu kontrollieren.