6. Juli 2009

Teilnehmer des Runden Tischs für den Islamischen Religionsunterricht müssen der Öffentlichkeit benannt werden

Hessens FDP hat in der jetzigen Legislaturperiode angekündigt sich dafür einzusetzen, dass Kindern mit muslimischem Hintergrund ein konfessioneller Islamischer Religionsunterricht angeboten wird. Seitdem ist die Öffentlichkeit nicht weiter informiert worden, auch wurde die Information zur Zusammensetzung des Runden Tischs abgelehnt. Dazu erklärt Barbara Cardenas, migrations- und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: 

„Die seit 30 Jahren geführte wissenschaftliche Diskussion um den Islamischen Religionsunterricht in Deutschland muss nunmehr eine praktische Umsetzung erfahren. Dazu gehört auch die zeitnahe Information der Öffentlichkeit sowie eine Herangehensweise, die transparent ist und aktuelle Stadien der Entwicklung nachvollziehbar macht.

Ein islamischer Religionsunterricht muss nach den Erfahrungen in NRW gewährleisten, dass er die Lebensrealität der Kinder in Deutschland widerspiegelt und traditionelle Prägungen der Herkunftsländer kritisch hinterfragt werden."