Zum Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) über Frauen und Männer am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Hessen 2008 erklärt Barbara Cárdenas, migrations- und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:.
„Laut der IAB Regional Studie führt eine fehlende und mangelhafte Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten dazu, dass ihre Erwerbslosigkeit mehr als doppelt so hoch ist wie bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Es darf jedoch nicht sein, dass ihre Potentiale nicht erkannt und somit ungenutzt bleiben.
Gerade in einer angespannten Ausbildungsmarktlage dürfen diese nicht bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in Form von bewusster oder unbewusster Diskriminierung benachteiligt werden.“
DIE LINKE unterstütze alle Bemühungen, die den Abbau schulischer und sprachlicher Qualifikationsdefizite zum Ziel habe, sowie Bemühungen um vermehrte Beschäftigung gerade junger Frauen mit Migrationshintergrund.
Bisher nutzten die Kommunen je nach örtlichen Bedingungen für die Integration von Jugendlichen und Migranten erfolgreich Sprachkurse, Aus- und Fortbildungen, sowie Kurse zur Heranführung an einen Schulabschluss. Durch die restriktive Geschäftsanweisung Nr. 13 der Bundesagentur für Arbeit stünden diese Maßnahmen jedoch vor dem Aus, so Cárdenas.
Hessen müsse der mangelhaften Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten endlich mit beherzten und koordinierten Initiativen entgegentreten, um ihre Situation, Lebenslagen und Chancen zu verbessern.