10. September 2008

Zum Streit um die Kindergartenbeiträge in Dietzenbach

Barbara Cardénas, Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im hessischen Landtag hält die Forderung der Stadt Dietzenbach, die Kindergartenbeiträge des dritten Kindergartenjahres im Voraus von den Eltern zu kassieren, für unzumutbar.

Nach Ansicht der Partei DIE LINKE impliziert das Recht auf Bildung, welches in der hessischen Verfassung verankert ist, auch eine kostenlose Förderung im frühkindlichen Bereich. Dies muss in Hessen in den nächsten Jahren dringend umgesetzt werden, fordert DIE LINKE.

Besonders sozial benachteiligte Familien, in Dietzenbach oft solche mit Einwanderungsgeschichte, verzichten auf einen Kindergartenplatz, wenn das Gehalt des Alleinverdieners nicht ausreicht. Cárdenas, von der Ausbildung Pädagogin und Psychologin: „Dies müssen wir verhindern, jedes Kind braucht unbedingt die Förderung im Kindergarten, umso mehr, wenn es diesen erst kurz vor der Einschulung besucht. Allerdings muss hier auch kritisch angemerkt werden, dass das Hessische Sozialministerium bisher noch nicht ausreichende Mittel zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans zur Verfügung gestellt hat und die Kommunen dies allein nicht schultern können. Die individuelle Förderung der Kinder, wie sie im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan gefordert wird, braucht entsprechende Rahmenbedingungen und darf nicht schon wieder nur auf dem Rücken der Beschäftigten in Kindertagesstätten ausgetragen werden“.

 

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