Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag, Barbara Cárdenas, unterstützt die gestrige einstimmige Erklärung der 120 Personalratsmitglieder der Schulen in Kreis und Stadt Offenbach und erklärt sich solidarisch mit ihren Forderungen.
„Schon vielfach haben wir die Werbekampagne des geschäftsführenden Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) „Lehrer nach Hessen“ kritisiert und darauf hingewiesen, dass diese nur unter Verletzung der Mitbestimmungsrechte der Personalvertretung zustande kam. Das Thema Lehrermangel an Hessischen Schulen war vielfach Thema in den Plenarsitzungen und Ausschüssen des Landtags. Für die dramatische Situation ist CDU-Landesregierung unter Roland Koch verantwortlich.“
Die Antwort auf die Frage, warum immer weniger Abiturientinnen und Abiturienten Lehrerinnen und Lehrer werden wollen, laute: Weil es an den Schulen miserable Arbeitsbedingungen und eine Arbeitszeiterhöhung bei gleichzeitigen Gehaltskürzungen gab und gibt, so Cárdenas.
Diese Situation werde sich in den nächsten Jahren noch einmal dadurch dramatisch verschlechtern, dass viele Lehrkräfte in Pension gingen. Nach Überzeugung der Fraktion DIE LINKE sei dies seit Jahren absehbar gewesen. Doch die CDU habe nur den Kopf in den Sand gesteckt. Nun schreie sie um Hilfe, werbe Lehrkräfte aus anderen Ländern ab und reagiere mit Vorschlägen, die zu Lasten der Unterrichtsqualität gehen werde.
Cárdenas: „Es kann nicht sein, dass jetzt ein schmalspuriges individuelles Nachqualifizierungsprogramm alle Probleme lösen soll, die sich über Jahre aufgestaut haben. Reale Verbesserungen an den Schulen müssen her. Hierzu haben wir schon eine Reihe von Anträgen eingebracht. Angesichts der Misswirtschaft im Bereich der Schulen durch die CDU-Regierung bietet nur ein Regierungswechsel die Grundlage für ein grundsätzliches Umsteuern. DIE LINKE wird die berechtigten Forderungen der Personalräte auch unter einer neuen Regierung immer wieder einbringen.“