Die LINKE Landtagsabgeordnete Barbara Cárdenas verurteilt erneut das Verhalten des Innenministers Bouffier im Fall Kazan.
Diese Abschiebung beschäftigte Medien und Behörden über ein Jahr lang: Obwohl sie hier bestens integriert waren und kein türkisch sprechen, wurden die Kinder und Frau Kazan in die Türkei abgeschoben. Erst durch öffentlichen Druck und großes Engagement der Bevölkerung wurde ihnen die befristete Rückkehr erlaubt. Ein endgültiges Urteil über den Verbleib der Familie wird der Verwaltungsgerichtshof in Kassel treffen.
Die Familie wurde im Februar 2007 von der Ausländerbehörde des Main-Kinzig-Kreises über Nacht in die Türkei abgeschoben. Seitdem hat sich ein Helferkreis von rund 30 Nachbarn und Freunden aus Gründau unermüdlich für die Rückkehr der Familie eingesetzt. Die Landtagsabgeordnete der LINKEN Barbara Cárdenas sagt dem Helferkreis auch weiterhin Ihre Unterstützung zu. Zudem erinnert Sie in diesem Zusammenhang daran, dass das Verwaltungsgericht sowohl die Mutter, als auch die Kinder als „faktische Inländer“ und die Abschiebung der Kinder als rechtswidrig bezeichnete.
Nach fast zwei Jahren in der Türkei ist die Familie Kazan endlich wieder nach Gründau zurückgekehrt. Obwohl der hessische Innenminister Volker Bouffier alles unternehmen wollte, damit die Familie nicht wieder einreisen darf, hat das Hessische Innenministerium nun endlich einer befristeten Wiedereinreise zugestimmt.
„Nur Herr Bouffier und die CDU-Landesregierung wollen alle rechtlichen Instanzen bemühen, um den Kindern trotz EU-Recht keine selbständigen Rechte zuzugestehen. Ein Innenminister, der nicht bereit ist, einen Abschiebestopp, den die Legislative beschlossen hat, umzusetzen, ist nicht hinnehmbar. Ein Innenminister, der die Beschlüsse der Exekutive nicht respektiert, ist ebenfalls nicht hinnehmbar.“, so Cárdenas abschließend.