29. Mai 2008

Querversetzung: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werfen Nebelkerzen

DIE LINKE. hat in der KPA-Sitzung (kulturpolitischer Ausschuss) erklärt, dass sie, wie vorher auch die SPD, keine Querversetzungen will und erst die in der KPA-Sitzung als Änderungsantrag eingebrachte Wiedereinführung der Querversetzung als Ausnahmeregelung ablehnt. Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.:

„Wir sehen keinen Grund, von der bisher auch von der SPD geteilten Einschätzung abzuweichen. Auch die Experten in der Anhörung hatten sich überwiegend gegen die Querversetzung ausgesprochen bzw. deutlich gemacht, dass dieses Instrument gar nicht genutzt wird. Ich habe mich aber direkt im Anschluss an die KPA-Sitzung bereit erklärt, mit SPD und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN noch einmal darüber zu sprechen. Umso mehr verwundert es, dass Herr Wagner von Bündnis 90/Die Grünen nun in der gestrigen Pressemitteilung DIE LINKE. zum „Verhinderer“ und Verantwortlichen dafür, dass sich am Schulgesetz der CDU nichts ändert, abstempelt. Das ist aus meiner Sicht für weitere Gespräche nicht gerade förderlich.“

Das Problem liegt nach Ansicht von Cárdenas ganz woanders und genau davon wolle BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN ablenken: Sie wollen die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 einführen und dafür brauchen die Schulen natürlich ein Instrument wie die Querversetzung, falls die Eltern ihr Kind zu leistungsstark einschätzen und „nicht einsichtig“ sind. DIE LINKE. dagegen will zu einer Schule für alle kommen und hat daher den Gesetzesentwurf für die gemeinsame sechsjährige Mittelstufe eingebracht.

Querversetzung ist ein Instrument des sich auch mithilfe von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN immer weiter aufgliedernden Schulsystems. Es anzuwenden, bedeutet, die Möglichkeiten der individuellen Förderung und der entsprechenden Kurswahl nicht ausreichend genutzt zu haben und dies auf dem Rücken der Kinder und Eltern auszutragen.