26. Juni 2008

LINKE unterstützt FDP-Vorstoß bei der zweiten Fremdsprache

Die von Frau Henzler erhobene Forderung nach Türkisch als zweiter Fremdsprache ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Denn hierdurch wird Kindern aus Familien mit Einwanderungsgeschichte endlich anerkannt, dass ihre Erstsprache eine wichtige Kompetenz darstellt. Es bleibt zu hoffen, dass in Bälde auch Schluss damit sein wird, dass diesen in hessischen Kitas der Gebrauch ihrer Erstsprache verboten wird. Zur aktuellen Forderung der Liberalen im Hessischen Landtag, verstärkt Türkisch als zweite Fremdsprache anzubieten, erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

„Die von Frau Henzler erhobene Forderung nach Türkisch als zweiter Fremdsprache ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Denn hierdurch wird Kindern aus Familien mit Einwanderungsgeschichte endlich anerkannt, dass ihre Erstsprache eine wichtige Kompetenz darstellt. Es bleibt zu hoffen, dass in Bälde auch Schluss damit sein wird, dass diesen in hessischen Kitas der Gebrauch ihrer Erstsprache verboten wird.

Allerdings zäumt die FDP wieder einmal das Pferd von hinten auf, indem sie junge Menschen und ihre Schulkarrieren primär über deren ökonomische Verwertbarkeiten definiert und das als Bildungspolitik verkauft. Tatsächlich besteht das größte Problem junger Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer systematischen Benachteiligung durch das deutsche Bildungssystem, wie auch der 2. Nationale Bildungsbericht attestiert.“

DIE LINKE. fordere ganz klar, dass:

  • mehr gebundene Ganztagsschulen in den strukturschwachen Gebieten aufgebaut werden
  • Mittel für individuelle und Nachteile ausgleichende Förderung bereitgestellt werden
  • durch die ganze Schulzeit hindurch Deutsch als Zweitsprache angeboten wird.