Zum heute im Landtag verhandelten Antrag der CDU- und FDP-Fraktion betreffend `DDR-Unrechtsregime durch Handreichung für Hessens Lehrerinnen und Lehrer aufarbeiten`, erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag
„Die Fraktion DIE LINKE. begrüßt es ausdrücklich, dass sich die CDU-Fraktion nun in herausragender Weise für Unterrichtsinhalte zum Thema DDR stark machen will. Keine andere Partei in Deutschland hat sich bisher so intensiv mit der Geschichte der DDR auseinandergesetzt wie DIE LINKE. Jeder Interessierte kann die diesbezüglichen Positionen und Analysen unserer Partei nachlesen und erfährt so Wissenswertes zur Geschichte der DDR und deren Aufarbeitung.“
Allerdings sei der Zeitpunkt der CDU-Forderung merkwürdig, schließlich berufe diese sich auf Studien des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin, deren Ergebnisse bereits seit Langem bekannt seien.
„Da ist jemand offensichtlich mehrere Monate mit den Ergebnissen dieser Studien schwanger gegangen“, so Cárdenas. „Wenn DIE LINKE mit ihrem Einzug in den Hessischen Landtag nun auch Geburtshilfe für eine differenzierte Auseinandersetzung mit der DDR an hessischen Schulen leisten kann, dann freut uns das sehr.“
Cárdenas: „Auf eines muss in diesem Zusammenhang jedoch deutlich hingewiesen werden: Weder darf man die NS-Verbrechen relativieren, noch die kommunistischen Verbrechen bagatellisieren. Nur wenn wir in diesem Sinne im Unterricht arbeiten, können wir den Jugendlichen eine verantwortungsvolle Perspektive für die Sicht auf die Vergangenheit und damit auch auf eine demokratische Zukunft, die den Prinzipien unserer Verfassung entspricht, anbieten.“
Hinweis: Die Positionen sowie Grundsatzreden der Partei DIE LINKE zum Thema DDR finden sich unter http://die-linke.de/partei/geschichte//font> im Internet.