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11. August 2008

Arbeitnehmer vor Profite!

Zum Ausstieg des Hanauer Spezialwerkstoffherstellers Vacuumschmelze (VAC) aus der Tarifbindung in der Metallindustrie erklärt Barbara Cárdenas, Landtagsabgeordnete der LINKEN:

"Eigentümerin von Vacuumschmelze (VAC) ist die One Equity Partners (OEP), eine Tochtergesellschaft der JPMorgan Chase & Co., die 5 Milliarden US-Dollaer an direkten Investments und Beteiligungen für diese verwaltet. Ziel solcher Fonds, die sich zunehmend als Unternehmenseigentümer gerieren, ist es nicht etwa, wie von diesen gern behauptet, Arbeitsplätze zu sichern, sondern einzig und allein hohe Renditen auf Kosten anderer zu erzielen sowie hierfür die betriebliche Mitbestimmung auszuhöhlen. Solchen Machenschaften muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden."

Cárdenas betrachtet Vacuumschmelze diesbezüglich als "mahnendes Beispiel": Nach ihrer Übernahme soll die Firma nun über Kredite ihren Kaufpreis selbst zurückzahlen und darüber hinaus unrealistische Renditewünsche ihrer Eigentümerin befriedigen. Der Betriebsrat befürchtet bereits jetzt, dass die nun anstehende Lohndrückerei zusammen mit einer geplanten Arbeitszeitverlängerung über 10 Prozent der Arbeitsplätze kosten wird.

Im Namen der Landtagsfraktion DIE LINKE. spricht Cárdenas den Beschäftigten ihre Solidarität aus und erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Regierung Schröder und die Regierung Merkel nicht nur derlei Fonds Tür und Tor geöffnet hat, sondern sie überdies auch noch finanziell fördert.

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