Ich frage die Landesregierung:
Wie wird das Kultusministerium das Problem der zunehmend
auslaufenden Beschäftigungsverhältnisse vieler sogenannter
„Arbeitscoaches“ an hessischen Schulen lösen,
um diesen wie auch den Schulen die erbetene Perspektive
für eine weitere Zusammenarbeit bzw.Weiterbeschäftigung
zu geben? Der ehemalige Kultusminister Banzer hatte in
der Sitzung des Kulturpolitischen Ausschusses vom 23.
Oktober 2008 Hilfe zugesagt.
Präsident Norbert Kartmann:
Frau Kultusministerin Henzler, Sie haben das Wort.
Dorothea Henzler, Kultusministerin:
Frau Kollegin Cárdenas, die berufliche Sorge um die weitere
Perspektive dieser Programmkräfte hat mich veranlasst,
Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung prüfen zu
lassen. Es gibt bereits konkrete Lösungsvorschläge einzelner
Schulen, die wir mit Hochdruck bearbeiten. In einigen
Fällen ist es in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur
für Arbeit gelungen, die Arbeitscoaches als Begleiter
beim Berufseinstieg an den Schulen einzusetzen und sie
damit in ein programmunabhängiges Arbeitsverhältnis zu
vermitteln.
Endgültige Ergebnisse der gesamten Prüfung liegen noch
nicht vor. Mein Ziel ist es jedoch, Schulen im Rahmen einer
erweiterten Eigenständigkeit Optionen für eine
Weiterbeschäftigung der Arbeitscoaches und der Servicekräfte
für die Pädagoginnen und Pädagogen aufzuzeigen.
Präsident Norbert Kartmann:
Herr Abg.Wagner von den GRÜNEN stellt eine Zusatzfrage.
Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN):
Frau Ministerin, könnte das Modell der Schule im Emsbachtal,
das Ihnen persönlich bekannt ist, eine Möglichkeit
sein, diese Arbeitscoaches über die Einbeziehung des
Ganztagsschulprogramms weiterzubeschäftigen?
Präsident Norbert Kartmann:
Frau Staatsministerin Henzler, Sie haben das Wort.
Dorothea Henzler, Kultusministerin:
Herr Abg. Wagner, die Schule im Emsbachtal hat die
Möglichkeit geschaffen, ihren Arbeitscoach weiterzubeschäftigen.
Er wird zur Hälfte über Mittel der Bundesagentur
für Arbeit und zur anderen Hälfte aus Mitteln der
pädagogischen Mittagsbetreuung finanziert. Wir werden
diesem Vorgehen zustimmen und damit den Einsatz dieser
Person für die Schule erhalten.
Präsident Norbert Kartmann:
Frau Abg. Cárdenas stellt eine Zusatzfrage.
Barbara Cárdenas (DIE LINKE):
Der Ring beim Mikrofon leuchtet manchmal nicht auf. –
Ich will Sie Folgendes fragen.Was glauben Sie, bei wie viel
Prozent wird das ungefähr zum Erfolg führen, also dass
sie übernommen werden können?
Präsident Norbert Kartmann:
Frau Ministerin Henzler.
Dorothea Henzler, Kultusministerin:
Frau Cárdenas, das ist sehr davon abhängig, wie die Schulen
mit der Agentur für Arbeit verhandeln und ob sie zusätzliche
Mittel, z. B. aus pädagogischer Mittagsbetreuung,
haben.Wir hoffen aber sehr, dass mit der zunehmenden
Eigenverantwortung der Schulen, denen wir Mittel
statt Stellen geben wollen, weitere Personen in Beschäftigung
bleiben können.