31.03.2009 Fragestunde: Arbeitscoaches

Ich frage die Landesregierung:

Wie wird das Kultusministerium das Problem der zunehmend

auslaufenden Beschäftigungsverhältnisse vieler sogenannter

„Arbeitscoaches“ an hessischen Schulen lösen,

um diesen wie auch den Schulen die erbetene Perspektive

für eine weitere Zusammenarbeit bzw.Weiterbeschäftigung

zu geben? Der ehemalige Kultusminister Banzer hatte in

der Sitzung des Kulturpolitischen Ausschusses vom 23.

Oktober 2008 Hilfe zugesagt.

Präsident Norbert Kartmann:

Frau Kultusministerin Henzler, Sie haben das Wort.

Dorothea Henzler, Kultusministerin:

Frau Kollegin Cárdenas, die berufliche Sorge um die weitere

Perspektive dieser Programmkräfte hat mich veranlasst,

Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung prüfen zu

lassen. Es gibt bereits konkrete Lösungsvorschläge einzelner

Schulen, die wir mit Hochdruck bearbeiten. In einigen

Fällen ist es in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur

für Arbeit gelungen, die Arbeitscoaches als Begleiter

beim Berufseinstieg an den Schulen einzusetzen und sie

damit in ein programmunabhängiges Arbeitsverhältnis zu

vermitteln.

Endgültige Ergebnisse der gesamten Prüfung liegen noch

nicht vor. Mein Ziel ist es jedoch, Schulen im Rahmen einer

erweiterten Eigenständigkeit Optionen für eine

Weiterbeschäftigung der Arbeitscoaches und der Servicekräfte

für die Pädagoginnen und Pädagogen aufzuzeigen.

Präsident Norbert Kartmann:

Herr Abg.Wagner von den GRÜNEN stellt eine Zusatzfrage.

Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-

NEN):

Frau Ministerin, könnte das Modell der Schule im Emsbachtal,

das Ihnen persönlich bekannt ist, eine Möglichkeit

sein, diese Arbeitscoaches über die Einbeziehung des

Ganztagsschulprogramms weiterzubeschäftigen?

Präsident Norbert Kartmann:

Frau Staatsministerin Henzler, Sie haben das Wort.

Dorothea Henzler, Kultusministerin:

Herr Abg. Wagner, die Schule im Emsbachtal hat die

Möglichkeit geschaffen, ihren Arbeitscoach weiterzubeschäftigen.

Er wird zur Hälfte über Mittel der Bundesagentur

für Arbeit und zur anderen Hälfte aus Mitteln der

pädagogischen Mittagsbetreuung finanziert. Wir werden

diesem Vorgehen zustimmen und damit den Einsatz dieser

Person für die Schule erhalten.

Präsident Norbert Kartmann:

Frau Abg. Cárdenas stellt eine Zusatzfrage.

Barbara Cárdenas (DIE LINKE):

Der Ring beim Mikrofon leuchtet manchmal nicht auf. –

Ich will Sie Folgendes fragen.Was glauben Sie, bei wie viel

Prozent wird das ungefähr zum Erfolg führen, also dass

sie übernommen werden können?

Präsident Norbert Kartmann:

Frau Ministerin Henzler.

Dorothea Henzler, Kultusministerin:

Frau Cárdenas, das ist sehr davon abhängig, wie die Schulen

mit der Agentur für Arbeit verhandeln und ob sie zusätzliche

Mittel, z. B. aus pädagogischer Mittagsbetreuung,

haben.Wir hoffen aber sehr, dass mit der zunehmenden

Eigenverantwortung der Schulen, denen wir Mittel

statt Stellen geben wollen, weitere Personen in Beschäftigung

bleiben können.