Ich frage die Landesregierung:
Ist es, und, wenn ja, warum, zutreffend, dass ca. 40 bis 50
v. H. der Kinder mit Gymnasialempfehlung aus den
Grundschulen Frankfurt-Preungesheim und Frankfurt-
Eckenheim von ihren Wunschgymnasien abgelehnt worden
sind?
Präsident Norbert Kartmann:
Frau Kultusministerin Henzler.
Dorothea Henzler, Kultusministerin:
Die Erstanmeldungen im Bereich des Staatlichen Schulamts
Frankfurt haben sich in diesem Jahr noch deutlicher,
als es im Vorjahr der Fall war, auf die innenstadtnahen
Schulen und auf die Schulen konzentriert, die sehr schnell
mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Das
bedeutet, dass bei diesen Schulen die Aufnahmekapazitäten
bei Weitem nicht ausreichten. Nach Einrichtung zu
sätzlicher Klassen an zwei Standorten, nämlich an der
Schillerschule und an der Freiherr-vom-Stein-Schule,
konnten die Frankfurter Schulleiterinnen und Schulleiter
ca. 2.020 der insgesamt 2.250 Kinder den Erstwunsch erfüllen.
Weitere 55 Kinder konnten an Schulen aufgenommen,
die dem Zweit- oder dem Drittwunsch entsprachen.
Nach Abschluss dieses ersten Teils des Verfahrens verblieben
noch folgende Kapazitäten im gymnasialen Bildungsgang:
14 Plätze an der Helene-Lange-Schule, 3
Plätze an der Liebigschule, 64 Plätze am Gymnasium
Riedberg, 42 Plätze an der Otto-Hahn-Schule und 23
Plätze an der Schule am Ried. Diese freien Kapazitäten
wurden den Grundschulen unverzüglich mitgeteilt, die
die Eltern, deren Wunsch für ihre Kinder abgelehnt
wurde, erneut zu beraten hatten.
Die Ergebnisse der Beratungen zeigten, dass es notwendig
sein würde, eine weitere Klasse im Bereich des Zentrums
zu eröffnen. Trotz erheblicher Bedenken wurde
dies an der Elisabethenschule realisiert. In diese zusätzlich
eröffnete Klasse wurden bisherige Erst- und Zweitwünsche
aufgenommen.