16.06.2009 Fragestunde: Wunschgymnasien Frankfurt

Ich frage die Landesregierung:

Ist es, und, wenn ja, warum, zutreffend, dass ca. 40 bis 50

v. H. der Kinder mit Gymnasialempfehlung aus den

Grundschulen Frankfurt-Preungesheim und Frankfurt-

Eckenheim von ihren Wunschgymnasien abgelehnt worden

sind?

Präsident Norbert Kartmann:

Frau Kultusministerin Henzler.

Dorothea Henzler, Kultusministerin:

Die Erstanmeldungen im Bereich des Staatlichen Schulamts

Frankfurt haben sich in diesem Jahr noch deutlicher,

als es im Vorjahr der Fall war, auf die innenstadtnahen

Schulen und auf die Schulen konzentriert, die sehr schnell

mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Das

bedeutet, dass bei diesen Schulen die Aufnahmekapazitäten

bei Weitem nicht ausreichten. Nach Einrichtung zu

sätzlicher Klassen an zwei Standorten, nämlich an der

Schillerschule und an der Freiherr-vom-Stein-Schule,

konnten die Frankfurter Schulleiterinnen und Schulleiter

ca. 2.020 der insgesamt 2.250 Kinder den Erstwunsch erfüllen.

Weitere 55 Kinder konnten an Schulen aufgenommen,

die dem Zweit- oder dem Drittwunsch entsprachen.

Nach Abschluss dieses ersten Teils des Verfahrens verblieben

noch folgende Kapazitäten im gymnasialen Bildungsgang:

14 Plätze an der Helene-Lange-Schule, 3

Plätze an der Liebigschule, 64 Plätze am Gymnasium

Riedberg, 42 Plätze an der Otto-Hahn-Schule und 23

Plätze an der Schule am Ried. Diese freien Kapazitäten

wurden den Grundschulen unverzüglich mitgeteilt, die

die Eltern, deren Wunsch für ihre Kinder abgelehnt

wurde, erneut zu beraten hatten.

Die Ergebnisse der Beratungen zeigten, dass es notwendig

sein würde, eine weitere Klasse im Bereich des Zentrums

zu eröffnen. Trotz erheblicher Bedenken wurde

dies an der Elisabethenschule realisiert. In diese zusätzlich

eröffnete Klasse wurden bisherige Erst- und Zweitwünsche

aufgenommen.