Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren!
Ich denke, es ist in der Debatte alles zu dem Fall
Kazan gesagt worden, zu den humanitären Aspekten des
Falls Kazan. Einen Punkt möchte ich ergänzen. Ich war in
der Debatte im Petitionsausschuss dabei, als auch Herr
Bouffier da war.Wir haben dort auch argumentiert, dass
natürlich das Gerichtsurteil für die Kinder und die Mutter
auch hier abzuwarten sein könnte, dass es eine unbillige
Härte wäre, sie so lange dort zu lassen, wenn die Kinder
dort nicht in die Schule gehen können, usw.
Ich habe in der Aktuellen Stunde vor einigen Monaten zu
dem Fall Kazan ausgeführt – das möchte ich kurz zitieren –:
Auch an diesem Punkt ist wieder einmal aufzuzeigen,
dass ein Regierungswechsel und folglich ein anderer
Innenminister für betroffene Familien eine andere
Politik umgesetzt hätte. Ein Innenminister, der
nicht bereit ist, einen Asylstopp, den die Legislative
beschlossen hat, umzusetzen, ist nicht hinnehmbar.
Ein Innenminister, der Beschlüsse der Exekutive
nicht respektiert,
ebenso wenig.
Inzwischen haben wir andere Punkte, die dazugekommen
sind. Das sind die Rückkehr in die TdL und auch das Petitionsverfahren,
das er an sich ziehen möchte.
Ich möchte ganz dringend bitten, dass wir als gesamtes
Haus – vier Fraktionen haben sich schon hinter die Familie
Kazan und hinter den Beschluss des Petitionsausschusses
gestellt – den Innenminister auffordern, seine Aktivitäten
im Fall Kazan zurückzunehmen. – Danke.
(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten
der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜ-
NEN)